Allgemein


Unter dem Titel „Europawahl 2019: Das Europäische Parlament ist zu wichtig, um es Europagegnern zu überlassen“ haben Univ.-Prof. Dr. Thomas Giegerich und Katharina Koch in der jüngst erschienenen Ausgabe 4/19 der Monatszeitschrift „Kompass. Soldat in Welt und Kirche“ einen Beitrag veröffentlicht. Dieser ist hier abrufbar (S. 5-8). Weitere Informationen und die nachfolgenden Entwicklungen finden Sie kompakt dargestellt hier in der neusten Ausgabe der E-Paper-Serie Saar Briefs.


Der Jean-Monnet-Lehrstuhl für Europäische Integration, Antidiskriminierung, Menschenrechte und Vielfalt organisiert vom 28.-30. März 2019 ein internationales und interdisziplinäres Symposium an der Europäischen Akademie Otzenhausen über die Rolle der Europäischen Union beim Schutz und der Förderung der Gleichstellung.

Bei dem englischsprachigen Symposium mit dem Titel „The European Union as Protector and Promoter of Equality“ wird der Grundsatz der Gleichstellung als Grundwert der Europäischen Union sowie verschiedene aktuelle Fragen des EU-Antidiskriminierungsrechts näher beleuchtet.

Zunehmende Angriffe und Ressentiments gegen besonders gefährdeter Gruppen (insbesondere Migranten, Flüchtlinge, Angehörige religiöser Minderheiten und LGBTI-Personen) haben die Bedeutung von Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsfragen deutlich gemacht. Seit der Gründung der Vereinten Nationen sind Gleichheit und Nichtdiskriminierung Grundprinzipien der internationalen Gemeinschaft, wie die UN-Charta und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte zeigen. Die Europäische Menschenrechtskonvention sowie das EU-Recht verbieten Diskriminierung, und die EU basiert praktisch auf den Werten der Gleichheit und Nichtdiskriminierung. Die Charta der Grundrechte der EU enthält den modernsten und umfangreichsten Katalog verbotener Diskriminierungsgründe. Die europäische Integration hat dem Antidiskriminierungsrecht sowohl innerhalb als auch außerhalb Europas neue Impulse gegeben.

Die Konferenz zielt darauf ab, unser Verständnis von der Europäischen Union als Projekt mit einem wichtigen Antidiskriminierungsziel zu verbessern. Während die Konzepte Vielfalt, Pluralismus und Gleichheit der europäischen Integration innewohnen, wird analysiert, wie wirksam die EU bei der Bekämpfung von Diskriminierung innerhalb und außerhalb Europas war.

Außerdem wird ein multinationaler und interdisziplinärer Ansatz verfolgt, indem verschiedene Aspekte des Themas betrachtet und aus verschiedenen intra- und außereuropäischen Perspektiven beleuchtet werden.

Nähere Informationen finden Sie im PROGRAMM (auf Englisch)

Bei Interesse an einer Teilnahme wenden Sie sich mit dem ausgefüllten Anmeldeformular gerne an Ass. iur. Christina Backes, lic. en droit unter backes@europainstitut.de. Sie steht auch für weitere Fragen zur Verfügung.

 


Am 14.2.2019 hat Prof. Dr. Thomas Giegerich in der Villa Lessing in Saarbrücken an einer Podiumsdiskussion zum Thema “Aufstehen für Europa – mais dans quelle direction?“ teilgenommen. Seine Überlegungen aus diesem Anlass finden Sie hier in der E-Paper-Serie Saar Briefs.


Auf einer gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Saarland und der ASKO Europa-Stiftung organisierten Podiumsdiskussion des Europa-Instituts zum Thema „Never Ending Brexit?!“ diskutierte Prof. Dr. Thomas Giegerich am 11.2.2019 mit Prof. Yossi Mekelberg und Dr. Neven Andjelic, beide von der Regent’s University in London, Oliver Groll (IHK Saarland) sowie Sebastian Zeitzmann (Europäische Akademie Otzenhausen). Wenige Wochen vor dem 29.3.2019 ist völlig offen, ob der britische Austritt sich in geregelter oder chaotischer Form vollziehen wird. Den zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich ausgehandelten Austritts-Kompromiss hat das britische Unterhaus zwar mit großer Mehrheit abgelehnt. Eine parteiübergreifende Mehrheit im Unterhaus will jedoch auch keinen ungeregelten Brexit. Mangels realistischer Alternativen bleibt zu hoffen, dass das Austrittsabkommen in letzter Minute doch noch eine parteiübergreifende Mehrheit im Unterhaus findet, um ein Chaos zu vermeiden. Die dort vorgesehene Übergangsfrist bis Ende 2020 könnte dann genutzt werden, um die künftigen Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich vertraglich zu regeln. Beide Seiten sind erklärtermaßen an engen wirtschaftlichen, kulturellen, politischen und militärischen Beziehungen interessiert. Denn sie wissen genau, dass sich Europa in der Welt des 21. Jahrhunderts nur mit vereinten Kräften behaupten kann.