Archiv für das Jahr: 2020

Das Bild zeigt Laura Katharina Woll.

Das 2019 gegründete Rechtswissenschaftliche Zentrum für Europaforschung RZE betont den schon immer vorhandenen Europa-Schwerpunkt der Universität des Saarlandes und hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, europarechtliche Grundlagen allen Interessierten zu vermitteln. Laura Katharina Woll spricht im Interview mit dem RZE über das Recht auf selbstbestimmtes Sterben nach der EMRK und deutschem Recht sowie verschiedene andere Fragen rund um Sterbehilfe und die Herrschaft über den eigenen Tod. Den Podcast können Sie hier hören.

Der (digitale) Europatag mit dem Deutsch-Französischen Gymnasium in Saarbrücken

Nachdem im Oktober schon ein digitaler Schultag mit dem Saarbrücker Ludwigsgymnasium stattgefunden hat, freuen wir uns sehr darüber, dass wir heute einigen Schüler*innen der 11. Klasse des Deutsch-Französischen Gymnasiums in Saarbrücken die Europäische Union näherbringen konnten.

In dem von Katharina Koch veranstalteten Workshop ging es nach einem kurzen historischen Überblick zur Entstehungsgeschichte der Europäischen Union insbesondere um die verschiedenen Institutionen der Union. Abschließend wurden die gewonnen Kenntnisse in einem Quiz vertieft.

Wir freuen uns schon auf die nächsten Schul- und Europatage und halten unsere Leserinnen und Leser dazu stets auf dem Laufenden!

Merle Arndt, Annika Blaschke und Nana Pazmann, studentische Hilfskräfte des Jean-Monnet-Lehrstuhls für Europäische Integration, Antidiskriminierung, Menschenrechte und Vielfalt, haben zusammen mit Prof. Dr. Thomas Giegerich ein Booklet erstellt, das insbesondere Schulen als Leitfaden dienen soll, und nun als besonderer Saar Blueprint veröffentlicht wird: Die neue Broschüre des Jean-Monnet-Lehrstuhls ist dem Menschenrechtsschutz und dem Antidiskriminierungsrecht gewidmet und wendet sich vor allem an jugendliche und junggebliebene Leser:Innen. Das Projekt entstand im Rahmen der Jean-Monnet-Aktivitäten im Zeitraum von 2017-2020. Das Booklet ist hier direkt abrufbar.

Zum Inhalt: Menschenrechte spielen im alltäglichen Leben eine große Rolle und sind Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Zusammenleben. Die Broschüre beschäftigt sich mit Fragen des Menschenrechtsschutzes und der Antidiskriminierung auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene. Sie setzt sich zunächst mit der Frage auseinander, was Menschenrechte überhaupt sind und charakterisiert diese. Es werden deren Ausprägungen und Durchsetzung im Mehrebenensystem (Vereinte Nationen, Europarecht, Europäische Union, nationale Ebene) dargestellt. Das Booklet beschäftigt sich außerdem mit den Menschenrechten von Flüchtlingen. Als zweites großes Thema der Broschüre wird die Antidiskriminierung besonders in Hinblick auf die vielfältigen Diskriminierungsgründe behandelt. Exemplarisch werden das Verbot der Rassendiskriminierung, der Diskriminierung von Minderheiten, Diskriminierung aufgrund der Religion, des Geschlechts, der sexuellen Orientierung sowie der Diskriminierung von Menschen mit Behinderung dargestellt und erklärt.

Karoline Dolgowski, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Thomas Giegerich, hat auf dem Völkerrechtsblog unter dem Titel „One step forward – three steps back: why the hellfire from Ramstein may continue after all“ eine Anmerkung zu dem Urteil des BVerwG vom 25. November 2020 veröffentlicht. In diesem Urteil beschäftigt sich das BVerwG damit, ob der über die US-Luftwaffenbasis in Ramstein geführte Kampfdrohneneinsatz im Jemen zur gezielten Tötung vermeintlicher Terroristen mit dem Völkerrecht vereinbar ist und welche Pflichten der deutschen Bundesregierung in diesem Zusammenhang zukommen. Das BVerwG hat diese Fragen dabei anders als die Vorinstanz, das OVG Nordrhein-Westfalen, beantwortet und der Bundesregierung in diesem Bereich einen deutlich größeren Ermessensspielraum zugebilligt. Die Anmerkungen auf dem Völkerrechtsblog sind direkt hier abrufbar.