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Der (digitale) Europatag mit dem Deutsch-Französischen Gymnasium in Saarbrücken

Nachdem im Oktober schon ein digitaler Schultag mit dem Saarbrücker Ludwigsgymnasium stattgefunden hat, freuen wir uns sehr darüber, dass wir heute einigen Schüler*innen der 11. Klasse des Deutsch-Französischen Gymnasiums in Saarbrücken die Europäische Union näherbringen konnten.

In dem von Katharina Koch veranstalteten Workshop ging es nach einem kurzen historischen Überblick zur Entstehungsgeschichte der Europäischen Union insbesondere um die verschiedenen Institutionen der Union. Abschließend wurden die gewonnen Kenntnisse in einem Quiz vertieft.

Wir freuen uns schon auf die nächsten Schul- und Europatage und halten unsere Leserinnen und Leser dazu stets auf dem Laufenden!

In den letzten Wochen hat Prof. Dr. Thomas Giegerich an zwei Online-Veranstaltungen zu zwei verschiedenen Themen teilgenommen. Wir freuen uns darüber, dass wir Ihnen nun an dieser Stelle im Nachgang zu diesen Veranstaltungen weitere Informationen dazu zur Verfügung stellen zu können. Als Novum freuen wir uns, dass wir unser Angebot erweitern können und Ihnen einen Mitschnitt der ersten Diskussion  zur Rechtsstaatlichkeit in der EU als Podcast zur Verfügung stellen können.

Diesen sowie weitere Informationen zu der anderen Veranstaltung finden Sie hier.

Im gerade erschienenen Band 5 der Series of Papers des SEE | EU Cluster of Excellence in European and International Law (ISBN 978-3-946851-42-4)  sind drei Beiträge von Angehörigen des Jean-Monnet-Lehrstuhls veröffentlicht worden: Annika Maria Blaschke beschäftigte sich zunächst in ihrem Beitrag „Flatten the curve! But by what means?“ mit der Zulässigkeit von Handy-Ortungen aufgrund der COVID19-Pandemie (S. 29-39). Sodann kommentierte Julia Jungfleisch in ihrem Beitrag „The European Court of Justice… and human rights?“ die Schlussanträge des Generalanwalts Pikamäe in den verbundenen Rechtssachen C-924/19 PPU und C-925/19 PPU und verglich diese mit dem Urteil des EGMR in der Sache Ilias and Ahmed v. Hungary (S. 41-54). Der Beitrag „Does the end justify the means?“ von Laura Katharina Woll analysierte zuletzt ausführlich die Schlussanträge des Generalanwalts Campos Sánchez-Bordona vom 15. Januar 2020 bezüglich mehrerer Vorlagefragen zur Vereinbarkeit der allgemeinen Vorratsdatenspeicherung mit EU-Recht (S. 129-140).

EU vergibt Erasmus-Prestigeprojekt „Strategische Partnerschaft“ an das Europa-Institut

Die Europäische Union fördert das Projekt „Modernising European Legal Education“ (MELE) des Europa-Instituts mit rund 450.000€ über einen Förderzeitraum von 3 Jahren.

Gemeinsam mit acht weiteren europäischen Partnern, den Universitäten von Belgrad (Serbien), Zagreb (Kroatien), Skopje (Nordmazedonien), Cadiz (Spanien), Vilnius (Litauen), Groningen (Niederlande), der Regent’s University London (Vereinigtes Königreich) sowie dem South Eastern European Law School Network, erhielt das Projekt „Modernising European Legal Education“ von Prof. Dr. Thomas Giegerich, Direktor des Europa-Instituts, die Förderzusage der Europäischen Unionfür das Projekt „Modernising European Legal Education“ (MELE). „Wir sind sehr erfreut, dass die Auswahlkommission unseren Projektantrag und die dahinterstehende Idee als innovativ und förderfähig befunden hat. Gemeinsam mit unseren Partnern sehen wir der spannenden und wichtigen Arbeit in den nächsten drei Jahren mit Vorfreude entgegen“, so Prof. Dr. Thomas Giegerich, Leiter des Projekts.

Ziel des Projektes ist es, junge Studierende der Rechtswissenschaft für den europäischen Arbeitsmarkt vorzubereiten und mit dem nötigen interdisziplinären und grundlegenden Rüstzeug für eine digitale und vielfältige Zukunft auszustatten.

Wirksame Bildungs- und Berufsausbildungssysteme sind die Eckpfeiler gerechter, offener und demokratischer Gesellschaften sowie von nachhaltigem Wachstum und Beschäftigung. In diesem Zusammenhang stellte sich zunehmend die Frage, ob Ausbildung und Lehrmethoden, insbesondere im Bereich der Rechtswissenschaft, noch zeitgemäß sind, um den Bedürfnissen des Berufsstandes gerecht zu werden. „Gegenwärtig werden die Studierenden in sehr traditionellen Methoden ausgebildet, die sich ausschließlich auf die Vermittlung von juristischem Wissen konzentrieren. Dies ist zwar prioritäre Aufgabe der Universität, aber die Europäisierung des Arbeitsmarktes und auch der Wissenschaft sollte nicht aus den Augen verloren werden“, erläutert Mareike Fröhlich, die Projektkoordinatorin. Daher sind nach Ansicht des Konsortiums zusätzliche Kompetenzen und Fähigkeiten erforderlich, um eine hohe Beschäftigungsfähigkeit der Juristinnen und Juristen gewährleisten zu können. Die Veränderungen auf dem traditionellen juristischen Arbeitsmarkt, beispielsweise durch die Digitalisierung von Gerichtsverfahren und Globalisierung von Fällen, erfordern eine Überprüfung der juristischen Ausbildungsansätze und Lehrmethoden, um sicherzustellen, dass die Absolventen auf solch neue Entwicklungen vorbereitet sind.

Die Konsortialpartner von MELE beabsichtigen deshalb, die transversalen Kompetenzen und akademischen Fähigkeiten der Studierenden zu verbessern. Darüber hinaus soll ein Bewusstsein für Querschnittsthemen wie Genderfragen, European Green Deal und Klimawandel, Digitalisierung und Mehrebenen-Governance in der juristischen Ausbildung geschaffen werden. Zu diesem Zweck werden die Partner gemeinsam einen online-Kurs zum wissenschaftlichen Arbeiten im europäischen Kontext, einen Methodenkoffer für innovative Lehre und Veranstaltungen zu den oben genannten Themen entwickeln.

Kontakt:
Ass. Iur. Mareike Fröhlich, LL.M. – E-Mail: froehlich@europainstitut.de – Tel.:     0681 302-6664

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